Five to Finish: Fünf Ziele. Ein Quartal. Ein klarer Blick zurück.

Five to Finish ist eine persönliche Ziel- und Fokusübung für die letzten 13 Wochen eines Jahres. Und für jedes andere Quartal.

Ich nutze sie selbst alle drei Monate und arbeite auch mit vielen Coachees damit. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Vorhaben in einen kurzen Zeitraum zu pressen. Es geht um eine klare Entscheidung: Was möchte ich am Ende dieses Quartals als erreicht betrachten?

Der entscheidende Perspektivwechsel besteht darin, vom Ende her zu denken. Ich springe gedanklich zum Silvesterabend beziehungsweise zum Ende des Quartals und formuliere meine Ziele aus der Rückschau: Ich habe … erreicht.

So werden aus offenen Vorhaben konkrete Ergebnisse.

Ich habe die Übung und ihre einzelnen Schritte in meinem Blogartikel zu Five to Finish ausführlicher beschrieben.

Eine eigene Methode – mit verschiedenen Wurzeln

Five to Finish ist keine offiziell übernommene Einzelmethode und auch keine vollständig neue Erfindung. Ich habe im Laufe der Jahre mit verschiedenen Ansätzen gearbeitet, unter anderem als Life Pilot Coach, und daraus eine Arbeitsweise entwickelt, die für mich und meine Coachees funktioniert.

In Five to Finish verbinden sich Elemente aus:

  • persönlicher Quartalsplanung und Reflexion
  • The 12 Week Year und der Arbeit mit kurzen Umsetzungszeiträumen
  • der Rocks-Idee aus Unternehmens- und Führungsmodellen
  • OKR, also der Verbindung von Zielen und überprüfbaren Ergebnissen
  • der Frage, wie Ziele zur tatsächlichen Lebenssituation, Energie und verfügbaren Zeit passen

OKR ist dabei vor allem in Teams und Unternehmen verbreitet. Wer mit OKR vertraut ist, wird viele Grundgedanken wiedererkennen. Five to Finish überträgt sie in einen persönlichen Kontext. Denn auch ein gutes Framework ersetzt nicht die eigentliche Arbeit: auswählen, formulieren, umsetzen und regelmäßig ehrlich überprüfen.

Fünf Ziele – mit besonderem Fokus

Im Zentrum stehen fünf Ziele für den kommenden Zeitraum. Sie werden so formuliert, dass am Ende klar erkennbar ist, ob ich sie erreicht habe.

Danach bekommen zwei Ziele eine besondere Markierung:

  • Das Streichziel ist das Ziel, auf das ich im Zweifel verzichten könnte, ohne das Quartal dadurch als verloren zu betrachten.
  • Das Leuchtturmziel ist das eine Ziel, dessen Erreichung das Quartal auch allein zu einem sehr erfolgreichen Quartal machen würde.

Diese beiden Fragen schaffen eine Hierarchie innerhalb der fünf Ziele. Sie machen sichtbar, was wünschenswert ist, was im Zweifel entfallen darf und worauf die größte Energie gerichtet werden sollte.

Kein weiteres Selbstoptimierungsprogramm

Five to Finish ist bewusst kompakt. Für die Übung reichen oft 15 bis 20 Minuten – vorausgesetzt, diese Zeit gehört wirklich mir. Nicht zwischen zwei Terminen, nicht nebenbei und nicht mit halber Aufmerksamkeit.

Ein kurzer wöchentlicher Rückblick von etwa fünf Minuten hilft dabei, den Fokus im Alltag lebendig zu halten. Dabei geht es nicht um ein kompliziertes Planungssystem, sondern um drei einfache Fragen: Was habe ich getan? Was hat mich aufgehalten? Was ist der nächste wichtige Schritt?

Five to Finish soll keinen zusätzlichen Druck erzeugen. Die Methode hilft dabei, weniger gleichzeitig zu wollen und dafür bewusster zu entscheiden.

Für wen Five to Finish geeignet ist

Five to Finish eignet sich für Menschen, die vor einem neuen Quartal Klarheit gewinnen möchten, berufliche und persönliche Ziele miteinander verbinden wollen oder sich nicht länger von einer langen Liste offener Vorhaben treiben lassen möchten.

Die Methode funktioniert allein, im Coaching oder als gemeinsamer Reflexionsrahmen für kleine Teams. Im Mittelpunkt stehen nicht höhere Geschwindigkeit oder perfekte Planung, sondern ein klares Zielbild, realistische Prioritäten und ein ehrlicher Blick auf das, was tatsächlich erreicht wurde.

Mein Verständnis von Five to Finish

Ich verstehe Five to Finish als eine persönliche Synthese verschiedener Methoden und Erfahrungen. Der Name und die konkrete Verbindung der Elemente stammen aus meiner Arbeit. Die einzelnen Gedanken dahinter gehören jedoch in einen größeren Kontext von Zielarbeit, Quartalsplanung, Coaching und Organisationsentwicklung.

Für mich liegt die Stärke der Methode deshalb nicht in einem exklusiven Framework. Sie liegt in der Konsequenz, mit der ich fünf Ziele auswähle, sie als erreichte Ergebnisse formuliere und anschließend entscheide, welches Ziel im Zweifel entfallen darf und welches den besonderen Fokus verdient.

Fünf Ziele. Ein begrenzter Zeitraum. Und am Ende die Frage: Was habe ich wirklich erreicht?

Wenn du Five to Finish kennenlernen oder die Übung im Coaching ausprobieren möchtest, sprich mich gerne an.